Station 3: Park am Dieffenbach

Labyrinth – ein Symbol für den Lebensweg

Die Kugel ist gelb. Gelb steht für Licht , Erkenntnis, Freude und Kreativität.

Ich nehme mir einen Moment Zeit zum Verweilen, inne zu halten, 
meinen Atem zu spüren, ruhig zu werden, achtsam zu sein für das,
was meine Ohren hören und meine Augen sehen.
Vor mir liegt der Eingang eines Labyrinths.

Das mehr als 5000 Jahre alte kretische Labyrinth mit seinen sieben Gängen ist die  ursprüngliche Form eines Labyrinths. Es ist ein verschlungener Weg, auf dem ich häufig die Richtung wechsele. Es gibt keinen Irrweg, der Weg führt mich zum Ziel, dem Mittelpunkt. 

Die Zahl 7 ist eine besondere Zahl, die uns in verschiedenen Lebensbereichen begegnet, z.B. 7 Tage der Woche, 7 Weltwunder, 7 Chakren, 7 Sakramente, 7 Farben des Regenbogens.

Das Labyrinth kann ein Symbol für meinen Lebensweg sein.
Der Weg ist nicht geradlinig.
Manchmal scheint er in die falsche Richtung zu führen.
Manchmal scheint das Ziel schon sehr nah.
Dann kommt eine unerwartete Wende.
Irgendwann bin ich angekommen.

Das kretische Labyrinth lädt mich ein, in Bewegung zu kommen, 
es bewusst und gemächlich zu durchschreiten, bei mir zu sein, in meiner Mitte anzukommen…

Wird das Leben als IRRGARTEN betrachtet, 
ist jeder Fehler ein unnotwendiger Umweg 
und vergeudete Zeit.                                                                      

Ist das Leben ein LABYRINTH,
dann ist jeder Fehler Teil des Weges
und ein unerlässlicher Lehrmeister.   

Ich weiß nicht, wohin mich der Weg führen wird,  
wie viel Geduld er verlangen wird,  
wie viele Fragen und Krisen auf mich warten,  
aber ich bin bereit, die Mitte neu zu suchen,  
mich den Weg zu ihr leiten zu lassen. 

Gernot Candolini

Der Meditationsweg folgt dem Wegweiser Nr. 28 durch die Innenstadt bis zur evangelischen Kirche am Kreisverkehr.